3 Apps auf die unsere Fotografen schwören - Part I

Wer heute noch denkt, dass mobile Bildbearbeitung für Amateure ist und nicht annähernd die Qualität eines Editing-Prozesses am Desktop liefert, ist definitiv von der alten Garde. Das mag zwar per se nichts Verwerfliches sein, doch ist in Zeiten von Online-Aufträgen und redaktionellen Jobs eigentlich ganz schön dumm. Daher gibt’s heute ein gut gemeintes Credo aus der Con Evo Talentschmiede: Wer schnell editet, kann auch schnell senden. Das kommt in der Regel nicht nur bei Kunden und Influencern gut an, sondern vermeidet auch lästigen Datenmüll am Rechner. Auf welche Apps wir beim Mobile-Editing schwören und wie man sie richtig und effizient benutzt, erläutert Jean-Claude in Text- und Videoform.

Wie ihr zusätzlich beim Versenden von Bildern Zeit spart, erfahrt ihr im Travel-Kit Vlog von Patrick.

 

Mobile-Editing®

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Photoshop Fix

Photoshop Fix eignet sich vor allem zur mobilen Retusche von Fotos und ist somit als Add-On zur mobilen Version von Lightroom zu sehen. Per Finger oder Apple-Pen lassen sich ungewünschte Flecken, Fussel oder überdimensionale Pickel entfernen. Dies geschieht auf Wunsch per Bereichs-reperaturpinsel oder Kopierstempel. Dieses Prozedere bedarf zwar etwas Übung, ist jedoch schnell zu erlernen. Außerdem nützlich: Mit der Face Detection lassen sich einzelne Bereiche im Gesicht (Nase, Wangen, Augen) wie bei einem digitalen Schönheitschirurgen richten.

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VSCO

VSCO hat sich in den vergangene Jahren zur Mutter aller Fotofilter-Apps gemausert. Und das zu Recht! Da schadet es selbst nicht, dass niemand so recht weiß, wie man die App überhaupt ausspricht. Doch auch wer diese phonetische Hürde nicht meistert, wird mit VSCO eine Menge Spaß haben. Wie bei Instagram lassen sich Filter per Slider in ihrer Stärke anpassen und verpassen somit jedem Foto den gewünschten Look. Zudem ist VSCO eine der wenigen mobilen Apps, die den Fotos Körnung, und somit einen extremen Vintage-Look, verpassen kann.

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Lightroom CC

Die beliebteste aller Bildbearbeitungs-Apps funktioniert auch in der mobile-optimierten Version bestens. Dort lassen sich nicht nur die Standards (Helligkeit, Kontrast, Höhen und Tiefen usw.) per Slider zielgenau einstellen, sondern auch einzelne Farben innerhalb des Bildes anpassen. So können beispielsweise Gelbtöne entfernt werden, um ein cleaneren Look zu bekommen. Besonders hilfreich ist auch die selektive Bearbeitung, mit der sich einzelne Bereiche des Bildes bearbeiten lassen. Ein sehr nützliches Tool um Gesichter oder Details hervorzuheben.

 
Jean-Claude Mpassy